Crêpes (Grundrezept)

Zutaten für 4 Personen:
(In Klammern): Als Snack für 1 Person

  • 250g (80g) Mehl
  • 1/2l (150ml) Milch
  • 3 Eier (1 Ei)
  • 2EL (1 1/2 TL) Olivenöl
  • 1 Prise Salz


Zubereitung:

  • Das Mehl sieben und mit der Milch verrühren. Die Eier, das Öl und das Salz unterrühren.
  • In einer Pfanne etwas Öl erhitzten und soviel Teig hinzugeben, dass der Boden mit einer dünnen Schicht bedeckt ist. Sowie die Oberseite eines Crêpes trocken ist, diesen wenden und die andere Seite kurz bräunen.

Tipps und Infos:

Der Teig enthält keinen Zucker, die Crêpes können also wahlweise süß (Marmelade, Früchte, Honig, Nutella, …) oder herzhaft (Wurst, Käse, Schinken, Kräuter, …) belegt werden.

Vanille-Eis

Rezept von „meiner Lady“

Zutaten:

  • 3 Eigelb
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1/4 l Schlagsahne


Zubereitung:

  • Den Puderzucker sieben und in einer Rührschüssel mit den Eigelb schaumig schlagen. Die Vanilleschote auskratzen, das Vanillemark zur Eimasse hinzugeben und unterrühren.
  • Die Sahne steif schlagen und unter die Eimasse rühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Das Ganze in den Gefrierschrank stellen und min. 1 bis 1 1/2 Stunden einfrieren.

Tipps und Infos:

Das Rezept stammt aus meiner Studentenzeit von meiner ersten Vermieterin. Die Dame war Witwe und hatte englische Vorfahren. Sie wurde daher in meiner Familie oft nur „meine Lady“ genannt. Am Wochenende war ich auch hin und wieder bei ihr zum Mittagessen und dieses Eis gab es oft zum Nachtisch.

Da echte Vanille ein recht teurer Spaß ist, wäre es schade, den Rest der Schote einfach wegzuwerfen. Man kann damit z.B. noch selbst Vanillezucker herstellen. Dazu halbiert man die Vanilleschoten und steckt sie in ein verschließbares Gefäß, das man danach mit Zucker oder Puderzucker auffüllt. Der Zucker nimmt dann das Aroma der Vanilleschoten auf. Je mehr Vanilleschoten hinzukommen, desto aromatischer wird der Zucker. Der Zucker kann dann nach und nach entnommen und wieder aufgefüllt werden. Hin und wieder nimmt man alle „alten“ Vanilleschoten aus dem Gefäß. So hat man immer einen kleinen Vorrat an Vanillezucker.

Profiteroles (Mini-Windbeutel)

Zutaten:

  • 150g Mehl
  • 150g Butter
  • 1/4l Wasser
  • 5 Eier
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
    Für Füllung und Dekoration:
  • 1kg Schlagsahne
  • 100g schwarze Schokolade
  • etwas Zucker

Zubereitung:

  • Das Mehl gemeinsam mit dem Backpulver sieben. Dann das kalte Wasser in einen Topf geben, die Butter in kleinen Stückchen sowie das Salz hinzugeben und das Ganze erhitzen.
  • Wenn die Butter geschmolzen ist und das Wasser zu kochen beginnt, das Mehl und das Backpulver auf einmal einrühren. Die Masse weiterrühren, bis sich eine Kugel bildet, die sich vom Topf löst.
  • Den Teig etwa 2 bis 3 Minuten weiter erhitzen, um ihn zu trocknen (bis er nicht mehr am Finger klebt). Der Teig darf dabei aber nicht braun werden. Dann die Masse vom Feuer nehmen und ca. 10 min. in einer Rührschüssel erkalten lassen.
  • Die Eier eines nach dem anderen unterrühren, d.h. das zweite Ei nicht zugeben, bevor das erste nicht komplett verrührt ist. Ein Backblech einfetten oder Backpapier auflegen. Den Ofen (ohne Blech) auf 180°C vorheizen.
  • Den Teig in einen Spritzbeutel geben und in kleinen Portionen auf das Backblech geben. Den Teig ca. 45 min. backen, abkühlen lassen und in Ober- und Unterseite halbieren.
  • Die Sahne steif schlagen und mit etwas Zucker abschmecken. Die Unterseite der Windbeutel mit der Sahne füllen und die Deckel aufsetzen. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Oberseiten der Windbeutel mit der geschmolzenen Schokolade bedecken.
  • Die Windbeutel min. für eine Stunde kühl stellen und kalt servieren

Tipps und Infos:

Die Windbeutel können direkt nach dem Backen auch eingefroren werden oder einen Tag im Kühlschrank aufbewahrt werden, um später gefüllt und dekoriert zu werden.

Puerco Pibil / Cochinita Pibil

Schweinefleisch, sauer mariniert „inspired by Robert Rodriguez“

Zutaten (fÜr 3 bis 4 Personen):

  • 1 kg Schweine-Nackenbraten
  • 50 g Achiote-Paste *
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL getrockneter Oregano
  • 5 EL Orangensaft
  • 5 EL Apfelessig
  • Saft von 1 Zitrone
  • 2 cl brauner Tequila
  • 4 Pfefferkörner (entspr. gemahlen ca. 1/2 TL)
  • 1 Messerspitze Kümmelsamen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100g sauer eingelegte Jalapeño-Chilis (in Scheiben)
  • Reis oder Baguette als Beilage


Zubereitung:

  • Das Schweinefleisch in 3 bis 4 cm große Würfel schneiden.
  • Für die Marinade die Achiote-Paste mit dem Oregano, dem Orangensaft und dem Apfelessig in ein Rührgefäß mit hohem Rand geben. Den Zitronensaft und den Tequila dazugeben.
  • Pfeffer und Kümmel im Mörser zerstoßen und mit dem Salz zur Marinade hinzugeben. Knoblauch schälen, klein hacken und ebenfalls dazugeben.
  • Die Marinade mit Pürierstab oder Küchenmaschine fein pürieren, bis eine gleichmäßige, flüssige Masse entsteht.
  • Fleisch und Marinade in einen 3-Liter-„Ziplock“-Beutel geben, den Beutel verschließen und die Marinade in das Fleisch „kneten“. Das Ganze im Beutel noch min. 2 bis 3 Stunden ziehen lassen, gern auch über Nacht im Kühlschrank.
  • Den Ofen vorheizen auf 160°C. Eine feuerfeste Form so mit mehreren Schichten Alufolie auslegen, dass die überstehenden Enden ausreichen, um den Inhalt der Form damit einzuwickeln.
  • Das Fleisch mit der Marinade in die Form geben und mit den Enden der Alufolie gut einwickeln. Die Form mit einem weiteren Stück Alufolie als „Deckel“ abdecken, damit möglichst wenig Dampf entweichen kann.
  • Die Form in die Mitte des Ofens stellen und bei 160°C für 4 Stunden schmoren lassen (Ja, so lange und bei so hoher Temperatur!). Das Fleisch wird langsam gegart und dadurch so zart, dass es hinterher fast zerfällt.
  • Die Jalapeño-Scheiben ergänzen das Gericht und geben einen zusätzlichen Pepp. Als Beilage passt am besten Basmati- oder Paella-Reis. Aber auch im Baguette-Brötchen schmeckt Puerco Pibil ausgezeichnet.

Tipps und Infos:

Das Gericht Puerco Pibil taucht wiederholt im Film „Once Upon A Time In Mexico“, dem dritten und letzen Teil der „Mariachi-Trilogie“ von Robert Rodriguez auf. Das Bonusmaterial der DVD enthält eine „10 Minute Cooking School“ des Regisseurs für dieses klassische mexikanische Gericht. Dieses Rezept hier unterscheidet sich nur in Details davon.

* Achiote-Paste und -Samen
Achiote-Paste ist eine traditionelle mexikanische Gewürzpaste, die zum größten Teil aus gemahlenenen Achiote-Samen (= Annatto-Samen) hergestellt wird. Samen und Paste sind hierzulande realativ schwer zu bekommen. In mexikanischen Läden oder in Gewürzshops im Internet kann man aber fündig werden. Die Samen gibt es auch in dem einen oder anderen Asia-Shop. Achiote enthält einen sehr starken roten Farbstoff, der u.a.leicht auf helle Kunststoffe abfärben kann. Also Vorsicht!

Chili con Carne „al Nilso“

Zutaten (für 4 Personen):

  • 1 gr. Dose Kidney-Bohnen (500g)
  • 500g pass. Tomaten (z.B. „Pomito“)
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • 1 kl. Dose Mais
  • kl. Dose Erbsen
  • 200g durchwachsenen Speck *
  • 500g Rinderhack *
  • 3 EL süßen Paprika
  • 1 EL scharfen Paprika
  • 5 EL Texicana Salsa
  • 1 gr. Dose Tomatenmark
  • 1 EL Balsamico-Essig
  • Salz, Pfeffer
  • Kräuter-Crème Fraîche
  • Tortilla-Chips oder Baguette als Beilage


Zubereitung:

  • Die Kidney-Bohnen mit dem Saft und den Tomaten in einen Topf geben. Die Paprika waschen, entkernen, in Streifen schneiden und ebenfalls dazugeben.
  • Das Hack kurz anbraten und mit dem Saft in den Topf geben. Den Speck in Streifen schneiden, kurz anbraten und ebenfalls mit dem Saft dazugeben. *
  • Alles gut umrühren und einmal aufkochen lassen. Den Paprika und die Texicana unterrühren und das ganze ca. 1 Std. kochen lassen. Zwischendurch regelmäßig umrühren.
  • Dann das Tomantenmark und den Essig unterrühren und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Verfeinert wird das Chili mit ca. 1 EL Crème Fraîche pro Portition. Bei Bedarf kann das Ganze noch mit Tabasco o.ä. nachgewürzt werden.

Tipps und Infos:
Als Beilage passen am besten Tortilla-Chips und/oder Baguette. Das Rezept ist über Jahre nach und nach entstanden und daher kein „original“ TexMex-Rezept (Chili ohne Chili-Schoten). Trotzdem ist es bei uns der Renner auf Parties und immer noch vor dem Bier alle.

* Spezieller Tipp für Vegetarier:
Für „Chili sin Carne“ (also ohne Fleisch) einfach die mit einem * markierten Absätze bei Zutaten und Zubreitung überspringen. Das wird auch super lecker, muss aber erfahrungsgemäß etwas stärker gewürzt werden.

Schnecken in Gorgonzola-Soße

Eine „Co-Produktion“ mit Papa

Zutaten (für 4 Personen):

  • 200 g Gorgonzola „Dolce“
  • 2 Dosen Weinberg-Schnecken (Inhalt je 12 bis 14 Stck.)
  • 2 Schalotten, gewürfelt
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen (je nach Größe), gewürfelt
  • 200 ml Weißwein
  • 2 TL Dijon-Senf mit Honig
  • 200 g Koch- oder Schlagsahne
  • 1 kl. rote Chilischote aus dem Glas, gehackt
  • Salz
  • Weißer Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Olivenöl und Butter zum Braten
  • Ciabatta oder Baguette als Beilage


Zubereitung:

  • Den Gorgonzola mit einer Gabel zerdrücken, so dass der Blauschimmel gleichmäßig im Käse verteilt wird. Die Schnecken abtropfen lassen, den Schneckensaft nicht weggießen (der wird noch gebraucht).
  • In einer mittelgroßen Pfanne etwas Öl und Butter erhitzen. Erst die Schalottenwürfel und kurz darauf die Knoblauchwürfel hinzugeben. Beides anbraten, bis die Schalotten glasig sind. Die Schnecken dazugeben und unter die Schalotten und den Knoblauch heben.
  • Den Inhalt der Pfanne mit dem Weißwein ablöschen und den Schneckensaft dazugeben. Wenn die Flüssigkeit kocht, die Schnecken aus der Pfanne nehmen.
  • Die Flüssigkeit weiter kochen lassen, bis sie etwa auf die Hälfte einreduziert ist. Dabei regelmäßig umrühren. Den Gorgonzola dazugeben und unterrühren. Wenn der Gorgonzola komplett geschmolzen ist, die Sahne und den Senf dazugeben und ebenfalls gut unterrühren.
  • Bei kleiner Hitze weiterrühren und mit Salz, weißem Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Soße unter ständigem Rühren einreduzieren, bis sie leicht sähmig wird, und dann von der Herdplatte nehmen.
  • Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Schnecken in einer Schneckenpfanne oder einer kleinen feuerfesten Form zu je 6 bis 7 Stück anrichten, mit der Soße bedecken und mit den Chiliwürfeln garnieren.
  • Die Schnecken auf mittlerer Schiene bei 200 °C Oberhitze für ca. 5 bis 6 Minuten überbacken, bis die Soße köchelt und leicht braun wird.
  • Die Schnecken aus dem Ofen nehmen und heiß servieren. Als Beilage passt am besten Ciabatta oder Baguette dazu.

Tipps und Infos:
Die Soße kann auch ohne Schnecken und deren Saft zubereitet werden. Zu gebratenem Steak oder Lammrücken passt sie hervorragend und kann dann mit dem Fleischsaft verfeinert werden. Auch als Pastasoße ist die Gorgonzola-Soße eine echte Bereicherung.

Spaghetti Bolognese „alla Nonna“

Zutaten (für 2 Personen):

  • 250g Spaghetti
  • 500g passierte Tomaten
  • ca. 200g Hackfleisch (Thüringer Mett)
  • 1/2 Tasse Olivenöl
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 kl. Knoblauchzehe
  • 2 Scharlotten oder 1 kl. Zwiebel
  • Salz und Pfeffer


Zubereitung:

  • Das Olivenöl mit der Tomate vermischen, reichlich Petersilie (ganze Blätter) und das rohe Hackfleisch dazugeben. Den Knoblauch auspressen, die Zwiebel würfeln und beides dazugeben. Das ganze ca. 30 min. kochen lassen. Zwischendurch immer wieder umrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Wasser für die Spaghetti aufsetzen. Wenn das Wasser kocht, eine Prise Salz, einige Tropfen Olivenöl und die Spaghetti dazugeben. Die Spaghetti ‚al dente‘ kochen, abgiessen und gut abtropfen lassen. Das Ganze dann wie üblich auf einem tiefen Teller servieren.

Tipps und Infos:

Über Umwege fand das Rezept aus einer italienischen Familie zu unserer Oma. Nach wie vor ist es eines meiner Lieblingsgerichte „von der Oma“, deshalb trägt es zu Recht den Zusatz „alla Nonna“, also „Omas Art“

Spaghetti Carbonara mit Parmaschinken

Zutaten (für 4 Personen):

  • 500g Spaghetti
  • 4 Eier
  • 1/4 l Sahne
  • 120g geriebener Parmesan (bevorzugt frisch gerieben)
  • 100g Parmaschinken (ww. auch span. Serrano, etc.)
  • schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl zum Braten


Zubereitung:

  • Wasser für die Spaghetti aufsetzen. Den Schinken in Streifen schneiden und mit etwas Olivenöl kurz anbraten.
  • Die Eier mit 100g vom Parmesan und der Sahne in eine Rührschüssel geben und alles verrühren. Die Schinkenstreifen ebenfalls unter die Eiermasse rühren.
  • Wenn das Wasser kocht, eine Prise Salz, einige Tropfen Olivenöl und die Spaghetti dazugeben. Die Spaghetti ‚al dente‘ kochen, abgiessen, gut abtropfen lassen und wieder in den Topf geben.
  • Die Soße zu den Spaghetti geben und vorsichtig unterheben. Durch die Hitze der Spaghetti stockt das Ei und die Soße wird fest. Wenn die Soße zu flüssig ist, kann der Topf zum Unterrühren der Soße noch einmal auf die noch heiße Herdplatte gestellt werden.
  • Die Spaghetti servieren und am Tisch noch mit frisch gemahlenem Pfeffer und dem restlichen Parmesan würzen.

Tipps und Infos:

Der luftgetrocknete Schinken verleiht der Soße ein ganz spezielles Aroma. Wer darauf verzichten möchte, kann stattdessen z.B. auch gekochten Schinken verwenden. Einige Rezepte enthalten auch Speck statt Schinken. Dieses Rezept hier ist eine Kombination zweier Rezepte, durch Ausprobieren kam der Parmaschinken dazu.